Gesundheit / Pilzkontrolle Jahresbericht 2025
Der Pilzkontrolleur Patrick Bächler hat im letzten
Jahr folgende Mengen Pilze der Gemeinden Düdingen, Bösingen, Schmitten und Tafers kontrolliert:
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2025 |
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– Kontrollierte Menge |
198.6 kg |
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– Beschlagnahmte Menge (verdorben oder giftig) |
33.2 kg |
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Kommentar zur Pilzsaison 2025
Die Pilzsaison 2025 setzte ab Mitte August ein und verlief in der Anfangsphase insgesamt verhalten. Besonders im Senseunterland war zu Beginn der Saison nur ein geringes Pilzaufkommen zu verzeichnen. Aufgrund mehrerer Regentage im Sommer hofften viele Pilzsammler auf einen stärkeren Pilzschub, da Feuchtigkeit und Wärme grundsätzlich optimale Bedingungen für das Pilzwachstum darstellen. Der erwartete grössere Ertrag, insbesondere bei den Steinpilzen, blieb jedoch vorerst aus.
Nach einer bis Ende des Sommers pilzarmen Saison setzten ab Mitte September deutlich günstigere Wachstumsbedingungen ein, die sich im Oktober nochmals verbesserten. Während Speisepilze im Frühherbst stellenweise rar waren, konnten im weiteren Verlauf der Saison dennoch zufriedenstellende Bestände festgestellt werden. Grössere Funde von Steinpilzen blieben in der Pilzkontrolle jedoch eher die Ausnahme.
Die Saison der Eierschwämme begann hingegen bereits im Juli und erstreckte sich bis in den November hinein. Auffallend war, während der gesamten Pilzsaison, dass das Schweinsohr (Gomphus clavatus), in unserer Region auch als Chanterelle bleu (Blauer Eierschwamm) bekannt, kaum gefunden wurde. Dabei handelt es sich um einen beliebten Speisepilz, der vor allem in kalkhaltigen Bergnadelwäldern der Freiburger Voralpen vorkommt.
Im November kam es infolge eines markanten Kälteeinbruchs in der zweiten Monatshälfte zu einem abrupten Rückgang der Pilzvorkommen. Dieser Temperatursturz führte dazu, dass die reguläre Pilzsaison für die meisten klassischen Speisepilzarten frühzeitig beendet wurde. In der Folge waren ab diesem Zeitpunkt nur noch vereinzelt spätfruktifizierende Arten vorzufinden.