14. Juli 2026
Die asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) kam 2004 in der Nähe von Bordeaux (F) nach Europa und hat sich seitdem über ganz Frankreich ausgebreitet und auch die Nachbarländer befallen. Sie kam 2022 über den Jura und Genf in die Schweiz und breitet sich nun in allen Kantonen der Romandie aus.
 
Seit Anfang dieses Jahres ist der Bezirk Veveyse die am stärksten betroffene Region des Kantons Freiburg. Das Bundesamt für Umwelt hat diese Hornisse als invasive gebietsfremde Art mit nachgewiesenen Auswirkungen auf unsere Umwelt eingestuft (BAFU, 2022, UW-2220-F_IGA (1).pdf). Im Gegensatz zu den heimischen europäischen Hornissenarten stellt die Asiatische Hornisse eine besondere Bedrohung für unser gesamtes Ökosystem dar. Sobald sie sich dauerhaft angesiedelt hat, übt sie einen starken Druck auf Honigbienen, sowie andere heimische Insekten und Wildbestäuber aus. Die daraus resultierende verminderte Bestäubungsfähigkeit hat mit Sicherheit Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Eine zusätzliche Gefahr ergibt sich für Menschen, die sich in der Nähe von Hecken und Bäumen aufhalten. Dort befinden sich die Nester. In Nestnähe zeigt die asiatische Hornisse gegenüber Menschen
ein deutlich aggressiveres Verhalten als die einheimischen Arten. Da die asiatische Hornisse sich vorrangig von Honigbienen ernährt, um ihren enormen Proteinbedarf für ihre Larven zu decken, sind Imker:innen in erster Linie von dieser invasiven Art betroffen. Die ehrenamtliche Arbeit der Imker:innen reicht jedoch nicht aus, um diese Invasion einzudämmen. Der Freiburger Imkerverein (FFA) ruft die Gemeinden und die Bevölkerung dazu auf, ihn in diesem Kampf zu unterstützen, entweder durch Spenden (der Link befindet sich auf der Website StopFrelonFribourg) oder indem sie sich als Freiwillige melden, um bei der Suche nach Nestern mitzuhelfen..
 
Derzeit delegiert der Bund die Verantwortung für die Bekämpfung dieser invasiven Art an die Kantone. Die FFA hat in Absprache mit der zuständigen kantonalen Stelle (SFN) eine Task Force eingerichtet. Diese koordiniert die Bekämpfungsmassnahmen auf kantonaler Ebene, sorgt für die Kommunikation und bildet Imker:innen aus den Bezirksverbänden zu «Asiatischen Hornissenbeauftragten» aus. Diese Personen sind die Ansprechpartner:innen in den jeweiligen Bezirken des Kantons. Sie schulen die Imker:innen in den Imkervereinen und beteiligen sich an der Bekämpfung, indem sie die invasive Hornissenart identifizieren, Nester lokalisieren und zerstören.

Die Task Force betreibt auch die Website zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse. Dort finden sich wichtige Informationen zum Verhalten bei Sichtung von Hornissen sowie ein Link, über den man die Kampagne finanziell unterstützen oder sich für die Mithilfe vor Ort anmelden kann. Die Website ist seit Anfang Juni online: StopFrelonFribourg.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..

Die Hilfe der Bevölkerung, der Gemeindemitarbeitenden sowie aller Berufsgruppen, die vor Ort
tätig sind, ist unerlässlich, um die Asiatischen Hornissen und ihre Nester aufspüren zu können.
Aus diesem Grund bitten wir Sie, sehr geehrte Damen und Herren, diese Informationen an Ihre
Mitarbeitenden und die Bevölkerung weiterzuleiten. Das Aushängen des diesem Schreiben
beigefügten Flyers an einem öffentlichen Ort in Ihrer Gemeinde ist eine wertvolle Hilfe für unsere Kommunikationsbemühungen.
 
Wie ist die Bekämpfung der asiatischen Hornisse im Kanton organisiert?

In einer ersten Phase geht es darum, dieses Insekt zu erkennen und auf der Plattform
www.frelonasiatique.ch zu melden. Jede:r kann verdächtige Sichtungen melden. Sobald diese
Informationen von einer Fachpersonbestätigt wurden, werden die Imker:innen mit der Suche nach Nestern beginnen.
 
In einer zweiten Phase wird das Nest von einer spezialisierten und autorisierten Person lokalisiert, zerstört und abgebaut.

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